Give e.V. | Vitalstoffe und Ernährung - Experten Wissen, Insider Informationen - Gesund ernähren
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„Vitaminreiche“ Lektüre

Jeder hat schon von ihnen gehört, doch nur wenige kennen sie wirklich:

Die Rede ist von Vitalstoffen, besser bekannt als Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Gesund sollen sie sein – entweder als natürlicher Bestandteil in bestimmten Nahrungsmitteln wie Obst und Gemüse oder – für Menschen, die gerne auf Nummer Sicher gehen – auch als Inhaltsstoffe so genannter Nahrungsergänzungsmittel.

Doch was Jahrzehntelang und durch zahllose wissenschaftliche Studien schon als gesichertes Wissen galt, wird in der letzten Zeit geradezu ins Gegenteil verkehrt. Nun sind Vitalstoffe in der Darstellung einiger nicht mehr gesund, sondern potentiell schädlich, ja mitunter sogar tödlich. Dabei ist die Wahrheit um Nutzen und Sicherheit der Vitalstoffe so einfach wie banal: Ein Zuviel ist – wie in allen anderen Belangen des täglichen Lebens auch – selbstverständlich unvorteilhaft, maßvoll zugeführt aber können Vitamine & Co. der Gesundheit des Menschen nur förderlich sein, egal ob es sich bei der Quelle nun um natürliche Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel seriöser Anbieter handelt.

Dennoch herrscht Verunsicherung in einigen Teilen der Bevölkerung und sicher auch in der einen oder anderen Redaktion. Aus diesem Grund hat sich die Gesellschaft zur Information über Vitalstoffe und Ernährung e.V. (GIVE) gegründet, um aufzuklären und Hilfestellung für ein fundiertes Verständnis über den Nutzen von Vitaminen & Co. zu leisten. Der erstmals vorliegende Newsletter stellt dabei eine wichtige Säule der Aufklärung durch GIVE dar: Speziell für interessierte Journalisten zusammengestellt, werden mit ihm in regelmäßigen Abständen relevante Meldungen rund um Vitalstoffe kompakt und allgemeinverständlich dargestellt – entweder als Anregung zur weiteren Recherche oder auch gleich zur Veröffentlichung. Lesen Sie in der ersten Ausgabe beispielsweise eine allgemeine Darstellung zum Nutzen von Vitalstoffen. Und das Experten-Statement zur derzeitigen Diskussion um eine ebenso häufig zitierte wie umstrittene Meta- Analyse zur angeblichen Schädlichkeit von Vitalstoffen könnte Sie ebenfalls interessieren. Bleibt uns also nur, Ihnen jetzt noch eine spannende, informative und vor allem „vitaminreiche“ Lektüre zu wünschen!

Rudolf Giedt
1. Vorsitzender GIVE e.V.

Die Gesellschaft zur Information über Vitalstoffe und Ernährung stellt sich vor

Viel wird in der Öffentlichkeit über Vitalstoffe diskutiert – und das mit Recht, denn schließlich gehören sie zum Leben. Aber manchmal kommt es zu Missverständnissen. GIVE möchte daher die sachliche Diskussion über Nahrungsergänzungsmittel fördern. Der gemeinnützige Verein wurde am 23. Oktober 2007 in Frankfurt/Main gegründet.

In der Satzung des GIVE e.V. steht: „ Der Verein will als Gemeinschaftsinitiative ein Forum aller sein, die auf dem Gebiet der Gesundheitsförderung in den Bereichen der Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente wissenschaftlich oder aufklärend tätig sind. Darüber hinaus soll der Verein zu diesen Themen einen umfassenden Informations- und Erfahrungstransfer ermöglichen.“

GIVE vereint das ernährungswissenschaftliche Fachwissen führender Gesundheitsunternehmen und anerkannter Forscher. Externe Experten werden bei Bedarf hinzu gezogen und stehen dem Verein bei Spezialthemen zur Seite.

Dieses Fachwissen möchte GIVE den Medien zur Verfügung stellen, als Informations- und Recherchequelle, zur Vermittlung von Stellungsnahmen und Interviews. Der Verein engagiert sich darüber hinaus aber auch für die Fort- und Weiterbildung der interessierten Öffentlichkeit und bemüht sich um Kooperationen mit Verbänden und Behörden im Gesundheitswesen.

Erster Vorsitzender von GIVE ist Rudolf Giedt, sein Stellvertreter Kay Richter. Dr. Andreas Erber und André Kindling komplettieren als Schatzmeister beziehungsweise Schriftführer den vierköpfigen Vorstand. Die Geschäftsstelle in Bad Nauheim wird von Sepideh Roozbiany geführt, sie ist ständiger Ansprechpartner für die Medien. Das Büro koordiniert Öffentlichkeitsarbeit und Vereinsaktivitäten.

Die zentrale Aufgabe des GIVE e.V. ist es, sein Wissen der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Der Verein freut sich auf einen vitalen Informationsaustausch!

Trotz aktueller Diskussion: Vitalstoffe sind essentiell – ohne sie ist der Mensch nicht lebensfähig!

Klar, Vitamine und Mineralstoffe sind gesund. Oder sind sie es nicht? Obwohl die Antwort auf diese Frage offensichtlich erscheint, beschäftigt sie immer wieder die Medien und damit auch viele Verbraucher. Schon gelten sie bei einigen als schädlich, ja sogar tödlich. Doch das Gegenteil ist der Fall: Vitalstoffe, das heißt vor allem Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, sind Stoffe, die der menschliche Körper nicht selbst bilden kann, die er aber unbedingt benötigt. Deshalb müssen sie regelmäßig mit der Nahrung zugeführt werden. Auch Ballaststoffe und Fettsäuren zählen zu den Vitalstoffen, ebenso wie Aminosäuren und so genannte sekundäre Pflanzenstoffe. Im menschlichen Organismus wirken die meisten Vitalstoffe, vereinfacht gesagt, wie “Schmiermittel” für Stoffwechselvorgänge oder wie Katalysatoren. Wenn es an ihnen mangelt, geraten viele biochemische Vorgänge ins Stocken. Nur eine ausgewogene Zufuhr dieser Substanzen gewährleistet also, dass der Mensch gesund bleibt und der Körper nicht vorzeitig verschleißt.

Fehlen die Vitalstoffe, wird der Mensch krank – eine Erfahrung, die vielen im Laufe der Geschichte nicht erspart geblieben ist. Am bekanntesten ist wohl die Vitamin C-Mangelkrankheit Skorbut, früher eine gefürchtete Geißel der Seefahrer. Wochenlang auf hoher See, hatten die Schiffsmannschaften keinen Zugang zu frischer Nahrung, vor allem nicht zu Gemüse oder Obst. Die einseitige Ernährung führte mit der Zeit zu ausgeprägten Mangelerscheinungen bis hin zu Herzschwäche, die schließlich zum Tod führen konnte. Erst Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Wirkung von Zitrusfrüchten zur Vorbeugung der Erkrankung bekannt.

Am Beispiel des Vitamin C zeigt sich also schon, wer vor allem von Vitalstoffmangel bedroht ist: Menschen, die sich einseitig ernähren oder deren Lebensweise besondere Stoffwechselbelastungen mit sich bringt, wie etwa Raucher. Es liegt auf der Hand, dass Sportler allein schon durch erhöhte Transpiration mehr Mineralstoffe verlieren, was dann über die Nahrung wieder ausgeglichen werden muss. Auch chronisch Kranke, zum Beispiel Diabetiker oder Patienten mit Darmerkrankungen, haben einen anderen Bedarf an Vitalstoffen als Gesunde. Ebenso benötigen Menschen, die über längere Zeit bestimmte Medikamente einnehmen, oft mehr Vitamine oder Mineralstoffe, weil die Medikamente die Aufnahme verschiedener Substanzen hemmen oder blockieren können. Selbst Gesunde sind häufig nicht optimal mit Vitalstoffen versorgt, auch dann, wenn sie sich im Großen und Ganzen ausgewogen ernähren. Mangelerscheinungen treten dabei nicht plötzlich oder so dramatisch auf, wie im Falle des Skorbuts. Beispiel Spurenelemente: Diese Mineralstoffe, die weniger als ein Hundertstel des Körpergewichts ausmachen, sind teilweise weit unterhalb ihres optimalen Wertes in der Nahrung enthalten. Das muss aber nicht gleich auffallen, vor allem, wenn es verbreitet vorkommt und damit die Norm definiert. Jod ist ein solcher Fall – in ganz Deutschland gilt die Bevölkerung als nicht optimal versorgt, ohne dass deshalb von einem Jodmangel gesprochen wird. Der äußert sich im bekannten Kropf, einer auffälligen, massiven Vergrößerung der Schilddrüse, die heutzutage glücklicherweise seltener geworden ist. Trotzdem haben bis zur Hälfte aller Frauen und immer noch fast jeder fünfte Mann in Deutschland eine vergrößerte Schilddrüse. Ausreichende Jodzufuhr könnte hier Abhilfe schaffen.

Was ausreichend ist und welches Maß man bei der Vitalstoffaufnahme als ausgewogen bezeichnen kann, lässt sich nicht ohne weiteres festlegen. Es gibt Empfehlungen verschiedener Organisationen, zum Beispiel der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), die als Richtwert für Gesunde gelten können. Viele Vitaminforscher halten diese Zahlen allerdings für fragwürdig, weil der optimale Wert von sehr vielen Faktoren abhängt und deshalb von Mensch zu Mensch ganz unterschiedlich ist. Nicht nur einseitige Ernährung, auch Umweltbelastungen und Stress haben entscheidenden Einfluss auf den individuellen Bedarf. Nahrungsergänzungsmittel können zwar eine ausgewogene Ernährung nicht ersetzen, sie können aber dazu beitragen, Vitalstoffdefizite auszugleichen.

Nahrungsergänzungen sind wichtiger Teil der Gesundheitsvorsorge – Metaanalyse liefert keine Grundlage für Neubewertung

Bad Nauheim, 18. April 2008. Die regelmäßige Einnahme einer sinnvoll zusammen gesetzten Nahrungsergänzung mit antioxidativen Mikronährstoffen wie Vitamin C und E, Beta-Carotin, Zink und Selen ist nach aktuellem Erkenntnisstand ein sinnvolles Element individueller Gesundheitsvorsorge. Darauf weißt die Gesellschaft zur Information über Vitalstoffe und Ernährung (GIVE e.V.) hin.

Aufgrund ihrer Auswertung verschiedener älterer Studienergebnisse war ein Team aus serbischen und dänischen Forschern zu dem Schluss gekommen, bestimmte Vitamine hätten die Lebensdauer der Studienteilnehmer eher verkürzt1. Auf den zweiten Blick offenbart die statistische Arbeit allerdings eklatante wissenschaftliche Mängel, die keine Neubewertung des Nutzens einer Antioxidantien- reichen Ernährung ermöglichen.

So hatte das Team von über 750 aufgefundenen Studien nur 67 für die Übersichtsarbeit berücksichtigt. Allein 405 Studien fielen aus der Datenbasis, weil im Beobachtungszeitraum keine Todesfälle aufgetreten waren. Die berücksichtigten Studien unterschieden sich im Versuchsaufbau so stark, dass eine gemeinsame Datenbetrachtung unmöglich erscheint: Die Behandlungsdauer schwankte zwischen einem Tag und 12 Jahren, die untersuchten Mikronährstoffe und ihre Dosierung unterschieden sich stark, bis um den Faktor 500, es wurden unterschiedliche ethnische Gruppen mit stark divergierendem Gesundheitszustand bis hin zu chronischen Erkrankungen eingeschlossen. Die Beobachtungsdauer variierte von 28 Tagen bis zu 14 Jahren. Darüber hinaus galt als Bewertungskriterium die Mortalität, wobei die Todesursachen nicht berücksichtigt wurden. Die Auswertung geht vielmehr davon aus, dass alle Todesfälle mit der Einnahme oder Nicht-Einnahme von Antioxidantien kausal verknüpft waren. Eine solche Auswertung, so Prof. Dr. Jörg Hasford, Institut für Medizinische Informationsverarbeitung, Biometrie und Epidemiologie der Ludwig-Maximilians- Universität München, „kombiniert mehrfach fehlerhafte Vorgehensweisen mit verfälschender Darstellung und Berichterstattung und leistet keinen ernst zu nehmenden Beitrag zur Beantwortung der Fragestellungen.“2

„Es ist unverantwortlich, die Verbraucher aufgrund derartig einseitig ausgewählter Daten zu verunsichern“, so der Vorsitzende der GIVE, Rudolf Giedt. Wissenschaftlich seien die weit reichenden Folgerungen der Arbeitsgruppe, unter anderem den gesundheitspolitischen Status von Nahrungsergänzungen betreffend, anhand dieser Datenlage nicht nachvollziehbar. „Nach dem wissenschaftlichen Stand der Erkenntnis und den jahrzehntelangen Erfahrungen leisten ausgewogen dosierte Nahrungsergänzungen ergänzend zu einem gesunden Lebensstil einen wertvollen Beitrag zu Gesundheit und Wohlbefinden. Daran ändert diese fragwürdige Publikation sicher nichts.“

Kontakt:
GIVE–Gesellschaft zur Information über Vitalstoffe und Ernährung e.V.
Frau Sepideh Roozbiany
In der Laubach 24
61191 Rosbach
Tel: +49 (0)6172.2 87 28 90
Fax: +49 (0)6172.2 87 28 92
E-Mail: info(at)giveev.de

1) Bjelakovic G et al., Antioxidant supplements for prevention of mortality in healthy participants and patients with various diseases. Cochrane Database of Systematic Reviews (2) 2008, Ausgabe 2. Artikelnummer: CD007176. DOI: 10.1002/14651858.CD007176

2) Aus einem Vortrag anlässlich eines GVF Workshops am 25.07.2007 in München zum Thema „Vitamine & Co. in Studien und Metaanalysen – Wissenschaftliche Daten kritisch lesen und richtig interpretieren“

Kommentar zum Buch „Pillen, Pulver, Powerstoffe – Die falschen Versprechen der Nahrungsergänzungsmittel“

von Udo Pollmer und Susanne Warmuth, Verlag Eichborn 2008

Viel wird in diesen Tagen über Vitalstoffe diskutiert und so erscheint ein Buch durchaus sinnvoll, dass Nahrungsergänzungsmittel allgemeinverständlich thematisiert. Und wenn sich die Autoren – qualifiziert durch ihre Profession Lebensmittelchemiker und Biologin – dabei einer lebendigen Sprache bemächtigen, dann kann das Lesen sogar Spaß machen.

Erste Zweifel am Gewicht des Buches kommen aber schon, wenn man im Inhaltsverzeichnis auf „Mumienpulver“ und „Griffe ins Klo“ verwiesen wird. Die Zweifel werden größer, wenn man erfährt, was die Autoren so alles zu den Nahrungs–ergänzungsmitteln zählen, etwa Coca-Cola, Energy-Drinks, Joghurt, Äpfel, Lakritz, Kaugummi, Sauerstoffwasser oder Urin. Des Weiteren liest man über lustige Anekdoten aus der Wissenschaft und lernt etwas über ungewöhnliche Einzelstudien mit überraschenden Ergebnissen. Vor diesem Hintergrund verlieren die zahlreichen Seitenhiebe gegen die „skrupellose“ Industrie sowie gegen die Deutsche Gesellschaft für Ernährung schnell an Substanz. Man gewinnt den Eindruck, hier geht es mehr um schiere Aufmerksamkeit denn um seriöse Aufklärung.

Nahrungsergänzungsmittel sind allerdings eine ernste Sache, schließlich sollen sie uns dass geben, woran es unserer Nahrung mangelt – und damit unserem Organismus. Fakt ist, eine gezielte Ergänzung mit bestimmten Vitaminen und Mineralstoffe kann sinnvoll sein für Schwangere, Stillende, Senioren, chronisch Kranke, Personen, die häufig Medikamente einnehmen, einen hohen Genussmittelkonsum aufweisen oder sich einseitig ernähren. Da ist die Wissenschaft gefragt, die Ergebnisse lesen sich vielleicht langweilig, aber sie sind verifiziert. Und sie sind hilfreicher als vergnügliche Lesestunden über „Yeti- Spucke“ und „Grünlippmuscheln“.

Neue Untersuchung: Vitamin D und Brustkrebsrisiko*

Eine Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg kommt zu dem Ergebnis, dass eine hohe Vitamin D-Konzentration im Blut Frauen jenseits der Wechseljahre vor Brustkrebs schützt. Ein entsprechender Zusammenhang war schon seit längerem vermutet, aber nicht klinisch belegt worden. Sascha Abbas und Kollegen aus der Arbeitsgruppe von Dr. Jenny Chang-Claude im Deutschen Krebsforschungszentrum kamen dabei zusammen mit Forschern aus dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf zu eindeutigen Resultaten. Während frühere Studien sich überwiegend auf das Vitamin D aus der Nahrung konzentrierten, untersuchten die Wissenschaftler den Gesamtstatus, das heißt sowohl körpereigenes als auch über die Nahrung zugeführtes Vitamin D.

Die Studie an 1.394 Brustkrebspatientinnen und der gleichen Anzahl gesunder Frauen jenseits der Wechseljahre fiel überraschend klar aus: Frauen mit einer sehr niedrigen Vitamin D-Konzentration im Blut haben ein deutlich erhöhtes Brustkrebsrisiko. Bei Frauen, die keine Hormone zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden einnahmen, war der Effekt besonders ausgeprägt. Vorsorglich weisen die Autoren aber darauf hin, dass bei dieser Studie unter Umständen diagnosebedingte Faktoren wie eine Chemotherapie oder ein Mangel an Sonne nach längeren Krankenhausaufenthalten zum niedrigen Vitaminspiegel der Brustkrebspatientinnen beigetragen haben könnten.

Zudem betrachteten die Wissenschaftler auch den Vitamin D-Rezeptor. Vom Gen dieses Rezeptors existieren mehrere als "Polymorphismen" bezeichnete Varianten. Das Team aus dem Krebsforschungszentrum und dem Klinikum Eppendorf untersuchte den Effekt von vier dieser Polymorphismen auf das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Dabei zeigte sich, dass Trägerinnen des TaqI-Polymorphismus ein leicht erhöhtes Risiko für Brusttumoren aufwiesen, die auf ihrer Oberfläche Rezeptoren für das weibliche Sexualhormon Östrogen tragen. Auswirkungen auf das Gesamtbrustkrebsrisiko ließen sich nicht feststellen. Möglicherweise könne Vitamin D seine krebsvorbeugende Wirkung ausüben, indem es dem wachstumsfördernden Effekt von Östrogenen entgegenwirkt, so ein Erklärungsversuch der Forscher.

Vitamin D ist nicht nur krebsvorbeugend mit Auswirkungen auf das Zellwachstum, die Zelldifferenzierung und auf den programmierten Zelltod (Apoptose), es reguliert in erster Linie den Kalziumstoffwechsel im Körper. Vitamin D findet sich in vor allem in Seefisch, Eiern und Milchprodukten. Allerdings wird der größte Anteil des Vitamin D im Körper unter der Einwirkung von Sonnenlicht selbst gebildet.

* Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 17. April 2008

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Publikationen

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