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Wirklich gute Bekannte sind Vitamine und Vitalstoffe für uns Menschen, sie begleiten uns seit Millionen von Jahren durch die Evolution. Heutzutage weiß die Wissenschaft auch ziemlich genau, welche Funktionen sie im Organismus übernehmen – und dass sie für unsere Lebensprozesse unverzichtbar sind, steht völlig außer Frage. Es sind also keine künstlichen Fremdstoffe, über deren Notwendigkeit man diskutieren müsste. Man kann sich allein darüber streiten, in welcher Menge wir Vitamine und Vitalstoffe benötigen. Diese Frage ist nicht so ganz leicht zu beantworten, sind die Lebensumstände des einzelnen Menschen doch sehr unterschiedlich. Wir wissen aber, dass es für große Bevölkerungsgruppen leicht zu Mangelsituationen kommen kann.
Mangel kann dann entstehen, wenn etwas nicht so ganz stimmt, und das gilt für wirklich viele bei der Ernährung, besser gesagt, bei der Fehlernährung – die einen essen zuviel, die anderen zuwenig. Eine optimale Vitalstoffzufuhr erhalten beide Gruppen nicht. Es beginnt schon ganz tief an der Wurzel: Eine ausreichende Versorgung mit dem Mineralstoff Magnesium ist unsicher, da unsere Nahrung durch überdüngte Böden immer weniger Magnesium enthält. Da hilft die eigene Scholle kaum: 96 Prozent der Kleingärten einer Großstadt haben dasselbe Problem. Und wenn viele Kalorien und wenig Bewegung sich dann langfristig in Zivilisationskrankheiten äußern, auch dann sind Vitalstoffe sehr wertvoll: Diabetes erhöht das Risiko für Herz- und Gefäßerkrankungen, es ist also besonders wichtig, mit Vitamin C und E – also durch die gemeinsame Aktion zweier Radikalfänger – die Gefäße jung und elastisch zu halten.
Es gibt sehr viele Beispiele, die belegen, dass es uns an Vitalstoffen fehlt, aus diesen Problemen wachsen wir nicht heraus, im Gegenteil, gerade ältere Menschen sind häufig betroffen. So weisen rund 80 Prozent der Senioren einen Zink-Mangel auf. Viel besser sieht es bei den Jüngeren mit 60 Prozent übrigens auch nicht aus. Aber nicht allein das Alter kann zu steigendem Vitalstoff-Bedarf führen, auch Lebensumstände wie Schwangerschaft, sportliche Aktivitäten, Stress, Erkältungen und andere Erkrankungen.
Es ist oftmals sehr sinnvoll, Vitalstoffe kombiniert zu sich zu nehmen, allerdings nicht in beliebiger Mischung. Wählt man Multivitaminpräparate, dann sollten sie von renommierten Herstellern stammen, die sich an der modernen Forschung orientieren.
Auch dieser Newsletter berichtet von neuen Ergebnissen über Stoffe, die zwar schon Millionen von Jahren alt sind, die wir aber immer noch ziemlich gut brauchen können.
Herzliche Grüße
Dr. Erwin Häringer
Arzt für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren. Dozent an der Landesärztekammer München

Eine Schwangerschaft bringt nicht nur erhebliche Belastungen für den mütterlichen Organismus mit sich, auch der heranwachsende Fetus braucht bestimmte Bedingungen, wenn er sich möglichst ungestört entwickeln soll. Der richtigen Ernährung bzw. der optimalen Versorgung mit (Mikro-)Nährstoffen fällt dabei eine besonders wichtige Rolle zu.
Bei Schwangeren sollte besonders beachtet werden, dass sie eine ausgewogene Mischung von Vitaminen und Mineralstoffen zu sich nehmen. Wird zu Nahrungsergänzungsmitteln gegriffen, ist es in diesem Fall sinnvoller, wegen des insgesamt gesteigerten Bedarfs Kombinationspräparate zu wählen. Dabei sind die Anforderungen an eine Nahrungsergänzung für Schwangere höher als an andere Vitaminpräparate. Ein Spezialprodukt muss auf den besonderen Bedarf von werdenden Müttern und den empfindlichen Fetus ausgerichtet sein und die Frauen vom Kinderwunsch bis in die Stillzeit mit den wichtigsten aufeinander abgestimmten Mikronährstoffen versorgen.
Auf Folsäure, Jod und Eisen wird meistens schon vom Gynäkologen oder vom Hausarzt hingewiesen. Das Schilddrüsenelement Jod wird für den gesteigerten Stoffwechsel und zur Steuerung des Hormonhaushalts benötigt. Besonders in den ersten Schwangerschaftsmonaten, wenn die kindliche Schilddrüse gebildet wird, muss dem Fetus genügend Jod zur Verfügung stehen. Der gesteigerte Bedarf lässt sich leicht mit jodiertem Speisesalz und häufigeren Seefischmahlzeiten decken.
Eisen ist im Wesentlichen in den roten Blutkörperchen gebunden. Wenn Frauen schwanger werden, erhöht sich ihr Blutvolumen um etwa 30 Prozent, ihr Eisenbedarf verdoppelt sich dabei.
Folsäure ist dafür bekannt, dass ein Mangel daran beim Fetus zu Neuralrohrdefekten führen kann und in der Folge zu Schäden an Gehirn und am Rückenmark. Um solche Defekte zu vermeiden und für eine sichere und ausreichende Folsäureversorgung zu sorgen, wird Frauen vorsorglich die Einnahme dieses Vitamins zusätzlich zur Nahrung schon dann empfohlen, wenn sie sich ein Kind wünschen. Da sich das Neuralrohr bereits zwischen dem 22. und 28. Tag der Schwangerschaft schließt, wissen die meisten Frauen zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht, dass sie ein Kind erwarten. In der Schwangerschaft rät das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zu 400 µg Folsäure pro Tag. Das hitze- empfindliche Vitamin spielt im Organismus eine wichtige Rolle bei Zellbildung und -teilung. In einigen Ländern (z. B. USA und Kanada) wird Mehl mit Folsäure angereichert. Seit man diese Maßnahme eingeführt hat, sind Neuralrohrdefekte bei Neugeborenen allein in Kanada um fast die Hälfte zurückgegangen 1.

Auf ausreichende Folsäureversorgung möglichst frühzeitig vor Beginn einer Schwangerschaft sollte nicht nur wegen der Gefahr von Missbildungen geachtet werden. So wurde bei Frauen, die mindestens ein Jahr vor Beginn ihrer Empfängnis Folsäure als Nahrungsergänzungsmittel nahmen, ein auffälliger Rückgang von Frühgeburten verzeichnet. Die Untersuchungen bei über 38.000 amerikanischen Frauen zeigten eine um 50 bis 70 Prozent verminderte Quote, unabhängig vom Alter, ethnischer Zugehörigkeit oder anderen Faktoren. Besonders ausgeprägt war der Effekt bei extremen Frühgeburten, die um 70 Prozent abnahmen 2. In Deutschland steigt – wie in den meisten Industrieländern – der Anteil der Frühgeburten seit Jahren und liegt derzeit bei etwa 10 Prozent.
Des Weiteren ist sowohl für die Mutter als auch für den Fetus Vitamin D wichtig und dies nicht nur für den Aufbau der Knochen 3 und der Zähne (Weiteres hierzu auf den folgenden Seiten).
Bisher eher wenig beachtet wird die Rolle von Omega-3-Fettsäuren. Sie werden für den Aufbau der Membranen bei Gehirn- und Nervenzellen benötigt. So stellt etwa eine kanadische Studie fest, dass Kinder davon profitieren, wenn ihre Mütter während der Schwangerschaft gut mit einer bestimmten Omega-3-Fettsäure (DHA) versorgt sind. Bei diesen Kindern wurde eine überdurchschnittliche Entwicklung ihrer motorischen, kognitiven und visuellen Fähigkeiten beobachtet 4. Omega-3-Fettsäuren kommen im Wesentlichen in fettem Seefisch vor, eine entsprechende Diät wäre also angeraten. Die europäische Kommission und die Stiftung Kindergesundheit empfehlen deshalb Schwangeren und Stillenden täglich 200 µg DHA. Allerdings sind viele Seefische mit Umweltchemikalien wie z. B. Schwermetallen belastet. Mit Nahrungsergänzungsmitteln stellt sich dieses Problem nicht. Sie bieten außerdem den Vorteil regelmäßiger und berechenbarer DHA-Gaben. Hochwertige Produkte sind überdies so gut gereinigt, dass ihnen kein fischiger Geruch anhaftet, selbst beim Aufstoßen nicht.
Wegen des erhöhten Bedarfs an mehreren Mikronährstoffen sind Kombinationspräparate in der Schwangerschaft grundsätzlich besser als Monopräparate. Entscheidend dabei ist eine ausgewogene Dosierung und sinnvolle Zusammensetzung, damit der Körper die Mikronährstoffe gut aufnehmen und verwerten kann. Darüber hinaus ist die Produktsicherheit besonders wichtig. Gute Produkte sind komplett zusammengesetzt und für alle Phasen der Schwangerschaft geeignet. Zukünftige Mütter sollten deshalb nur zu abgestimmt kombinierten Mitteln seriöser Hersteller greifen; bei der individuell richtigen Auswahl hilft der fachkundige Rat eines Apothekers. In der Apotheke kann man zudem sicher sein, seriöse Qualitätsprodukte zu erhalten.
Quellen:
1 De Wals P et al.; Adding Folic Acid To Flour Signifi1 cantly Reduces Congenital Malformations. Université Laval. 2007, July 14.
2 Bukowski R, M.D., Ph.D. et al.; Huge Drop In Preterm Birth-risk Among Women Taking Folic Acid One Year Before Conception, March of Dimes Foundation. 2008, February 1.
3 Yorifuji T et al.; Vitamin D Defi ciency May Be To Blame For Soft Bones In Baby's Skull, Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism, online 2008, February 12.
4 Jacobson JL, Jacobson SW, Muckle G, Kaplan- Estrin M, Ayotte P, Dewailly E; Beneficial Effects of a Polyunsaturated Fatty Acid on Infant Development, Journal of Pediatrics. March 2008; Volume 152, Issue 3, 356-364.

Mit dem Herbst kommen Erkältungen, Schnupfen und fiebrige Infektionen. Als nahezu universelles Mittel zur Vorbeugung gegen solche Plagen galt lange Zeit Vitamin C. Seit einiger Zeit ist dessen breite Wirksamkeit gegen Erkältungen jedoch umstritten, es ist auch schon mal die Rede von einem Mythos, dem man jahrzehntelang aufgesessen sei. Ein Blick auf die Fakten stellt allerdings klar, dass die bisherigen Forschungsergebnisse weiterhin Bestand haben.
Vitamin C ist ein typisches Frischevitamin, wir führen es uns vor allem mit naturbelassenen Früchten und sonstiger pflanzlicher Rohkost zu. Etwas anderes bleibt uns auch gar nicht übrig, denn der Mensch hat wie die meisten Säugetiere im Laufe der Evolution die Fähigkeit verloren, es selbst im Körper zu bilden. Ascorbinsäure, so die chemische Bezeichnung, ist für zahlreiche Stoffwechselvorgänge unentbehrlich, ein Mangel kann zu schwerwiegenden Erkrankungen und im Extremfall zum Skorbut führen. Der menschliche Organismus benötigt Vitamin C abgesehen vom Immunsystem auch zur Synthese des Kollagens, von Hormonen, für die Resorption von Eisen, für Wundheilungsvorgänge, bei der Entgiftung toxischer Stoffwechselprodukte und vielem anderen mehr.
Als Antioxidans kann Ascorbinsäure vor aggressiven freien Sauerstoffradikalen schützen, die bei verschiedenen Krankheiten im Spiel sind. Eine Vitamin-C-reiche Ernährung schützt bis zu einem gewissen Umfang unter anderem vor arteriosklerotischen Gefäßveränderungen (umgangssprachlich: Verkalkung), vor grauem Star und auch bei manchen Krebserkrankungen. Der Schutz bei Erkältungskrankheiten besteht vor allem darin, dass solche Infektionen kürzer und weniger schwer verlaufen. Bei hoch dosierten Vitamin-C-Gaben (>1g/Tag) hielten die Erkrankungen nicht so lange an und die Symptome waren deutlich schwächer ausgeprägt. Der Effekt war abhängig von der Dosis und der Anwendungsdauer. Wenn nur zu Beginn der Erkältung verabreicht wurde, fiel der Schutz wesentlich schwächer aus. Wie Vitamin C in diesem Zusammenhang genau wirkt, ist noch nicht geklärt. Sicher ist aber, dass bei Erkältungen der Vitamin-C-Spiegel in den Leukozyten (den weißen Blutkörperchen) abfällt. Weiterhin wird diskutiert, dass Vitamin C auch eine direkt inaktivierende Wirkung auf Bakterien und Viren hat, aber auch dieser Mechanismus ist noch unklar.
Angesichts der vielfältigen positiven Auswirkungen einer guten Vitamin-C-Versorgung kann Ascorbinsäure bei Erkältungskrankheiten auf jeden Fall empfohlen werden. Denn Vitamin C kann der Körper nicht lange speichern; eine kontinuierliche Zufuhr ist daher umso wichtiger. Es ist ein einfach anzuwendendes preiswertes Mittel, mit dem sich die Beschwerden deutlich lindern lassen. Menschen mit einem schwachen Immunsystem können damit auch weitergehende Komplikationen vermeiden. Mit reichlich frischen Früchten, Fruchtsäften oder auch Präparaten für eine höhere Dosierung lässt sich ein gesteigerter Bedarf zwar leicht decken. Eine Zufuhr im Bereich von 1 g/Tag wird jedoch nur schwer über die normale Ernährung erreicht. Hier kann dann auf hochdosierte Präparate aus der Apotheke zurückgegriffen werden. Dabei sollte aber darauf geachtet werden, dass das Vitamin C zeitverzögert abgegeben wird, damit es vom Körper auch gut aufgenommen werden kann.
* Quellen:
Weber P; Vitamin C und Erkältungskrankheiten. In: Vitamine. Physiologie, Pathophysiologie, Therapie. 1st ed.; Biesalski HK, Schrezenmeir J, Weber P, Weiß H (Hrsg.) Thieme Verlag, Stuttgart. 1997; 359-361.
Weber P; Vitamin C. In: Biesalski HK (Hrsg.): Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe. Thieme Verlag, Stuttgart. 2002; 57-69.
Bässler KH et al.; (Hrsg.) Vitamin-Lexikon. Urban & Fischer Verlag, 3. Aufl. München. 2002; 243-268.
Simasek M, Blandino DA; Treatment of the common cold. Am Fam Physician. 2007, Feb 15; 75(4):515-20.

Vitamin C hilft nicht nur bei Erkältungen und Infektionskrankheiten, es ist auch ein einfaches, und dennoch sehr wirksames Mittel, um vorbeugend die Gesundheit im Alter zu erhalten: Wer sich gut damit versorgt, ist bis zu einem gewissen Grad auch gegen (Alters-)Diabetes geschützt. Bei Personen mit einem hohen Vitamin-C-Gehalt im Blut sinkt das Risiko für diese zunehmend verbreitete Erkrankung um deutlich mehr als die Hälfte, wie eine breit angelegte britische Untersuchung ergab.
Zwölf Jahre lang beobachteten die Autoren der Studie unter der Leitung von Anne-Helen Harding vom Addenbrooke’s Hospital in Cambridge 21.831 Menschen, die zu Beginn der Untersuchungen durchschnittlich 58,4 Jahre alt waren. Frauen stellten mit einem Anteil von zwei Dritteln die überwiegende Zahl der Studienteilnehmer. Nach zwölf Jahren wurden 735 Fälle von Diabetes-II diagnostiziert.
Bei der Auswertung der Daten zeigte sich, dass ein hoher Vitamin-C-Gehalt des Blutes mit einem deutlich niedrigeren Diabetes-Risiko einherging: Bei den Probanden mit dem höchsten Vitamin-C-Spiegel (mindestens 1,29 mg/dl) war es um 62 Prozent geringer, als bei denjenigen mit dem niedrigsten Vitamin-C-Spiegel (weniger als 0,77 mg/dl). Ein ähnliches Bild ergab sich beim Vergleich der Ernährungsgewohnheiten: Die Männer und Frauen, die am meisten Obst und Gemüse zu sich nahmen (bis 550 g/Tag), hatten gegenüber denjenigen, die am wenigsten davon verzehrten (bis 382 g/Tag) ein um 22 Prozent geringeres Diabetes-Risiko.
Die Forscher erklären sich den Zusammenhang mit einer Störung des Glucose- Stoffwechsels durch oxidativen Stress. Dem wirkt Vitamin C entgegen. Die Ergebnisse der Studie untermauern Empfehlungen, viel Obst und pflanzliche Nahrung auf dem Speiseplan zu setzen.
Diabetes greift in den Industrieländern immer mehr um sich. Allein in der EU sind schätzungsweise nahezu 20 Millionen Menschen davon betroffen, was etwa vier Prozent der Bevölkerung entspricht. Bis zum Jahr 2030 rechnet man sogar mit einem Anstieg auf 26 Millionen. Noch dramatischer ist die Situation in den USA, dort leiden 20 Millionen Menschen oder sieben Prozent der Bevölkerung an Diabetes.
* Quelle:
Harding A-H, Wareham NJ, Bingham SA, Khaw K, Luben R, Welch A, Forouhi NG; Plasma Vitamin C Level, Fruit and Vegetable Consumption, and the Risk of New-Onset Type 2 Diabetes Mellitus – The European Prospective Investigation of Cancer – Norfolk Prospective Study, Archives of Internal Medicine, Volume 168, Number 14, 1493-1499.

Schon bevor ein klinischer Vitamin-B12-Mangel messbar wird, leidet das Gehirn unter einer schlechten Versorgung mit dem Vitamin. Das hat eine aktuelle Studie der Universität Oxford ergeben.
Über einen Zeitraum von fünf Jahren hinweg beobachtete eine Gruppe von Wissenschaftlern um Anna Vogiatzoglou 107 Freiwillige im Alter zwischen 61 und 87 Jahren auf ihren Vitamin-B12-Spiegel im Blut und auf Veränderungen ihres Gehirnvolumens (mittels Magnetresonanztomographie). Während des Untersuchungszeitraums registrierten die Forscher bei Probanden mit niedrigem Vitamin-B12-Spiegel (< 308 picomol/l) einen stärkeren Verlust an Hirnvolumen. Ihr Risiko, Gehirnschwund zu erleiden, war sechsmal größer als das der besser mit dem Vitamin versorgten Personen. Obwohl bei keinem der Untersuchten ein bei älteren Menschen verbreiteter klinischer Vitamin-B12-Mangel gemessen wurde, litt ihr Gehirn bereits unter der schlechten Versorgung.
Bereits im vergangen Jahr war eine andere Studie der Universität Oxford zu ähnlichen Ergebnissen gelangt: Altersdemenz sollte demzufolge durch eine bessere Vitamin-B12-Versorgung um bis zu 30 Prozent reduziert werden können.
Vogiatzoglou sagte zu ihren Ergebnissen, sie zeigten, dass mit einer angepassten vitaminreichen Diät ein gewisser vorbeugender Schutz gegen den Schwund an Hirnmasse erreicht werden könne.
Das kobalthaltige Vitamin B12 kommt nur in Nahrungsmitteln tierischer Herkunft vor und ist z. B. in Fleisch, Milch und Eiern enthalten. Vegetarier gelten deshalb als gefährdet, zu wenig Vitamin B12 zu sich zu nehmen. In Europa beträgt die empfohlene tägliche Dosis 2,5 Mikrogramm.
* Quelle:
Vogiatzoglou A, Refsum H, Johnston C, Smith SM, Bradley KM, De Jager C, Budge MM, Smith AD; Vitamin B12 status and rate of brain volume loss in community-dwelling elderly; Neurology, Volume 71. 2008, September 9; 826-832.

Schlecht mit Vitamin D versorgte schwangere Frauen riskieren schlechte Zähne bei ihren Kindern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die Wissenschaftler von der Universität Manitoba in Kanada vorgestellt haben. Ein niedriger Vitamin-D-Spiegel bei Schwangeren führt bei ihren Kindern zu Störungen bei der Zahnentwicklung und zu Defekten im Zahnschmelz, die als Risikofaktor für Zahnverfall in der frühen Kindheit gelten.
An der Studie nahmen zweihundert Frauen teil, von denen nur 21 (d. h. 10,5 Prozent) einen adäquaten Vitamin-D-Spiegel aufwiesen. Untersucht wurden 135 Kinder im Durchschnittsalter von 16,1 Monaten. 21,6 Prozent hatten Zahnschmelzdefekte und 33,6 Prozent zeigten frühkindlichen Zahnverfall. Mütter von Kindern mit Zahnschmelzdefekten hatten einen geringfügig niedrigeren Vitamin-D-Spiegel als Mütter von Kindern mit gesunden Zähnen. Deutlicher fiel der Unterschied bei der Gruppe mit Zahnverfall auf: Bei den Müttern dieser Kinder wurde ein signifikant niedrigerer Vitamin-D-Spiegel festgestellt (verglichen mit den Müttern von Kindern ohne Zahnschäden). Zudem hatten die Kinder mit Zahnschmelzdefekten ein deutlich erhöhtes Risiko, später Zahnverfall zu entwickeln, als ihre Altersgenossen mit gesunden Zähnen.
Mit dieser Studie wurde erstmals gezeigt, dass die Vitamin-D-Versorgung der Mütter einen Einfluss auf die Entwicklung und Gesundheit der Milchzähne ihrer Kinder hat.
Die Ergebnisse wurden am 4. Juli 2008 auf der 86. allgemeinen Tagung der International Association for Dental Research in Toronto/Kanada vorgetragen.
* Quelle:
Schroth R, Lavelle C, Moffat ME; 86th General Session of the International Association for Dental Research, Toronto, ON, Canada. Mother's vitamin D status during pregnancy will affect her baby's dental health. 2008, April 7. Influence of Maternal Vitamin D Status on Infant Oral Health. 2008, July 4.
Herausgeber:
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V.i.S.d.P.:
Rudolf Giedt
Kay Richter
Redaktion:
Sepideh Roozbiany
Ausgabe:
Oktober 2008
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