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Sonne auf die Haut – Wonne für den ganzen Körper

Sonne tut gut – das kann sicherlich jeder so unterschreiben. Zumindest in Maßen. Nach einem langen, dunklen Winter sehnen sich wohl die meisten Menschen nach dem Tag, an dem sie die wärmenden Sonnenstrahlen wieder auf der Haut genießen können. Auch kennt wohl ein jeder das wohlige Gefühl, das den ganzen Körper nach einem ausgiebigen Sonnenbad durchströmt.

Was dabei passiert, ist ziemlich komplex und hat viel zu tun mit Vitamin D. Unter dem Einfluss von UV-B-Strahlung wird es in den oberen Hautschichten aus einer Vorstufe gebildet – in Mitteleuropa allerdings vornehmlich nur während der sechs sonnenreichsten Monate. Im Winter ist diese Strahlung meist zu schwach. Infolgedessen sind wir während der Wintermonate auch am schlechtesten mit dem Sonnenvitamin versorgt; es sei denn, man kompensiert die fehlenden Mengen durch entsprechende Nahrung – was aber die Wenigsten tun. Wie verschiedene Untersuchungen regelmäßig zeigen, kommen das ganze Jahr über weite Teile der Bevölkerung nicht auf ausreichende Vitamin-D-Werte, sowohl in Mitteleuropa, als auch in Nordamerika. Das liegt unter anderem an unserer Lebensweise – wer hauptsächlich im Büro arbeitet oder gesundheitsbedingt nur selten an die frische Luft kommt, ist dabei offensichtlich im Nachteil. Damit trifft es überproportional häufig ältere Menschen.

Erschwerend kommt seit einigen Jahren die durchaus berechtigte Angst vor Hautkrebs hinzu. Aus diesem Grund meiden viele Menschen die Sonne oder schützen sich sehr effektiv dagegen. So sehr, dass sie nicht mehr ausreichend Vitamin D in ihrer Haut bilden.

Vitamin D ist bekannt für seine Rolle im Calcium-Stoffwechsel und damit für die Knochengesundheit. Darüber hinaus ist es an so vielen weiteren Prozessen in unserem Körper beteiligt, dass eine Aufzählung hier den Rahmen sprengen würde. Die Bedeutung dieses Mikronährstoffes für unsere Gesundheit und das Geschehen in unserem Organismus wird im vollen Ausmaß während der letzten Jahre mehr und mehr ersichtlich. Man kann wohl ohne Übertreibung sagen, dass seit einigen Jahren mehr über Vitamin D geforscht und veröffentlicht wird, als über irgend einen anderen Mikronährstoff.

Schon seit längerem sprechen sich viele Wissenschaftler für eine Revision der offiziell empfohlenen täglichen Zufuhrmengen für Vitamin D aus. Jetzt ist dies amtlich; die entsprechenden Werte wurden deutlich von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) erhöht. Wir nehmen dies zum Anlass, mit unserem Newsletter auf die besondere Rolle dieses Mikronährstoffs und seine vielfältigen Wirkungen näher einzugehen.

Wir hoffen, Ihr Interesse für dieses spannende Thema geweckt zu haben, und stehen jederzeit gerne für weitere Informationen zur Verfügung.

Dirk Neuberger
Interner wissenschaftlicher Ausschuss GIVE e.V.

Vitamin D unterschätzt – Referenzwerte werden erhöht

Die empfohlene tägliche Dosis für Vitamin D ist nach oben korrigiert worden. Bisher galt in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie in vielen anderen Industrieländern der Richtwert von fünf Mikrogramm oder 200 Internationalen Einheiten (I.E.). Inzwischen gehen die wissenschaftlichen Fachorganisationen davon aus, dass dieser Wert zu niedrig ist und empfehlen eine deutlich höhere Tageszufuhr von 20 Mikrogramm oder 800 I.E.

Diese Korrektur zeichnete sich seit längerem ab. Schon seit Jahren hatten verschiedene Wissenschaftler immer wieder den offiziellen Richtwert in Frage gestellt. Vor allem in den USA sprachen sich mehr und mehr Mediziner für eine höhere Tagesdosis besonders für ältere Menschen aus. Erst 2008 kritisierte eine Studie der amerikanischen Universität in Beirut/Libanon die Tageszufuhr für Kinder von 200 I.E. als deutlich zu niedrig. Um während des Wachstums einen gesunden Skelettaufbau zu gewährleisten, sei demnach die bis zu zehnfache Dosis, also 2.000 I.E., als notwendig und sicher zu empfehlen1.

Vitamin D ist unerlässlich, um Calcium aus der Nahrung aufzunehmen und um Knochensubstanz aufzubauen; Defizite führen unter anderem zu brüchigen Knochen. Der fettlösliche Mikronährstoff gelangt entweder mit der Nahrung in den Darm, wo er zu etwa achtzig Prozent resorbiert wird, oder er wird in der Haut aus einer cholesterinähnlichen Vorform unter dem Einfluss von UVB-Strahlung gebildet. Allerdings gilt dies nur bei entsprechend intensiver Einstrahlung; in Mitteleuropa nur während etwa sechs Monaten und nicht im Winter – und auch dann nur in den Mittagsstunden etwa zwischen 10 und 15 Uhr. Während dieser Zeit reicht andererseits im Hochsommer schon ein zehnminütiger Spaziergang, um den Tagesbedarf komplett zu decken.

Vitamin D hat eine biologische Halbwertszeit von ein bis zwei Monaten und wird im Fettgewebe gespeichert. Wer im Sommer viel Sonne tankt, kann sich damit also keinen Vitaminvorrat für den Winter zulegen. Erfahrungsgemäß werden die höchsten Serumwerte im September erreicht, um dann bis ins Frühjahr auf ihr Jahrestief abzufallen.

Wie viel Vitamin D in der Haut gebildet wird, hängt von mehreren Faktoren ab: vom Sonnenstand, von der bestrahlten Hautfläche, von Hautfarbe und -typ und auch vom Alter. Dunkle Haut – die in der Regel an intensive Sonne besser angepasst ist – produziert weniger, helle Haut mehr. Dunkelhäutige Menschen, die im Norden leben, laufen damit verstärkt Gefahr, ihren Vitamin-D-Bedarf nicht ausreichend zu decken. Das Risiko dafür steigt auch mit zunehmendem Alter: Die Haut ist dann immer weniger in der Lage, Vitamin D zu bilden. Senioren benötigen dazu für die gleiche Dosis bis zu viermal mehr Sonnenlicht als junge Menschen.

Ältere Menschen sind d i e Risikogruppe für Vitamin-D-Mangel schlechthin: Sie halten sich seltener im Freien auf, auch weil sie häufig weniger mobil sind. Weil die Fähigkeit der Haut zur Vitamin-D-Synthese im Alter abnimmt, wird die Zufuhr aus der Nahrung (z. B. fetter Seefisch) oder mit Nahrungsergänzungsmitteln um so wichtiger. Viele Senioren ernähren sich aber eher ungesund, nehmen oft vitaminarme Fertiggerichte zu sich und bevorzugen aufgrund von Kaubeschwerden lang gekochte Speisen. Wegen des hohen Osteoporose- und Knochenbruchrisikos im Alter und den oftmals damit verbundenen schwerwiegenden Komplikationen ist Vitamin D ganz besonders wichtig für diese Bevölkerungsgruppe. Lange Zeit hatte man hinsichtlich der Knochengesundheit den Fokus vorwiegend auf Calcium gelegt. Heute weiß man, dass es vor allem auf Vitamin D ankommt, nur zusammen damit ist eine Calcium-Supplementierung sinnvoll. Allerdings spielt auch die Dosis eine Rolle, wie eine schweizerische Studie belegt. Demnach stürzten über 65-Jährige weniger oft (etwa zwanzig Prozent weniger) als ihre Altersgenossen, wenn sie 700 bis 1.000 I.E. Vitamin D täglich supplementiert bekamen. Tagesdosen von weniger als 700 I.E. hatten dagegen keinerlei Einfluss auf die Sturzhäufigkeit2.

Über die Nahrung wird Vitamin D vor allem mit fettem Seefisch, wie zum Beispiel Aal, Lachs, Makrele, Hering oder Sardinen aufgenommen, in erheblich geringerer Konzentration auch mit Leber, Eigelb sowie einigen Pilzen wie etwa Champignons. Um seinen Vitamin-D-Bedarf allein mit der Ernährung zu decken, müsste man allerdings zweimal täglich fetten Fisch essen. Damit wird bereits ersichtlich, welcher Stellenwert einer Supplementierung beigemessen werden muss.

Nichtsdestoweniger kommt auch der Nahrung erhebliche Bedeutung als Vitamin-D-Quelle zu. Dies gilt nicht nur für Risikogruppen wie Senioren. Gerade sehr blasse Menschen, deren Haut besonders gut Vitamin D bilden kann, betrachten etliche Wissenschaftler inzwischen als mangelgefährdet. Diese paradoxe Situation erklärt sich aus dem höheren Hautkrebsrisiko für sehr Hellhäutige. Sie bekommen so schnell einen Sonnenbrand, dass sie oftmals nicht in der Lage sind, ausreichend lange Zeit UVB-Strahlung aufzunehmen. Britische Wissenschaftler raten solchen Menschen deshalb zu Vitamin-D-Präparaten. Von den 1.200 Testpersonen ihrer Studie waren mehr als 60 Prozent nicht optimal mit dem Mikronährstoff versorgt, die extrem Hellhäutigen erreichten sogar besonders niedrige Serumwerte3.

Wie häufig Vitamin-D-Defizite in den mittleren Breiten vorkommen und wie vielfältig die Auswirkungen sein können, illustriert auch eine Untersuchung im nördlichen US-Bundesstaat Minnesota. Die Patienten dieser Studie litten an unspezifischen Muskelschmerzen.

93 Prozent hatten ungenügende Vitamin-D-Werte, ein Drittel sogar einen gravierenden Mangel. Defizite hatten dabei bezeichnenderweise alle Teilnehmer afrikanischer Herkunft, alle Latinos und alle nativen Amerikaner, also alle dunkelhäutigen Personen. Die niedrigsten Plasmawerte wurden entgegen allen Erwartungen bei unter 30-jährigen Probanden gefunden4.

Die Minnesota-Studie ist nicht die einzige, die Schmerzen in Verbindung mit Vitamin-D-Mangel bringt. Eine in einem Land mit sehr intensiver Sonnenstrahlung und Schleierpflicht für Frauen (Saudi-Arabien) durchgeführte Untersuchung an Patienten mit chronischen, d. h. mehr als sechs Monate andauernden, Rückenschmerzen hatte bei über achtzig Prozent von ihnen ungewöhnlich niedrige Vitamin-D-Serumkonzentrationen festgestellt. Neunzig Prozent der Patienten waren Frauen. Nach einer Behandlung mit Supplementen verbesserten sich die Symptome bei allen Probanden mit sehr niedrigem Vitamin-D-Werten und bei 95 Prozent aller Patienten5.

Für eine grundsätzlich höhere Vitamin-D-Tageszufuhr sprechen viele Beobachtungen: Eine ganze Reihe von Erkrankungen zeigen einen Zusammenhang mit der Intensität der UV-Strahlung in der jeweiligen Region6: Weit vom Äquator entfernt lebende Menschen haben ein höheres Risiko für eine Reihe von Krebsarten als Menschen, die näher am Äquator wohnen. Dies betrifft unter anderem Darm-, Bauchspeicheldrüsen-, Prostata- und Brustkrebs sowie das Hodgkin-Lymphom. Höher ist dabei nicht nur das Risiko zu erkranken, sondern auch die Wahrscheinlichkeit, an der jeweiligen Krankheit zu sterben. Mit der Entfernung zum Äquator sinkt die UV-Exposition und damit auch die Vitamin-D-Synthese in der Haut.

Ähnliches gilt für Diabetes Typ I, Multiple Sklerose und Morbus Crohn. Bei größerer Entfernung zum Äquator ist das Risiko nicht nur für diese Autoimmunerkrankungen höher, auch die Wahrscheinlichkeit, an Bluthochdruck oder Gefäßleiden zu erkranken, steigt. Das Ergebnis einer Metaanalyse britischer Forscher auf der Basis von 28 verschiedenen Studien weist in die gleiche Richtung. Die Wissenschaftler untersuchten allein die Zusammenhänge zwischen Vitamin-D-Serumwerten und Herz-Kreislaufkrankheiten, Diabetes und metabolischem Syndrom. Mit eindeutigem Resultat: Menschen mittleren und fortgeschrittenen Alters mit dem höchsten Vitamin-D-Blutspiegel litten massiv seltener an einer dieser Erkrankungen, als ihre Altersgenossen mit den niedrigsten Serumwerten. Im Einzelnen waren Herz- und Gefäßstörungen um 33 Prozent reduziert, Diabetes Typ II um 55 Prozent und das metabolische Syndrom um 51 Prozent7. Die ausgewerteten Studien umfassten dabei die Daten von fast einhunderttausend Personen (99.745) verschiedenen Alters, Geschlechts und ethnischer Herkunft.

Wie konservativ die bisherigen Richtwerte angesetzt waren, zeigt auch der Blick auf verschiedene Krebserkrankungen. Es gibt viele Hinweise, dass Vitamin D vor Krebs schützen kann. Allerdings nur relativ hoch dosiert: Um die Zahl verschiedener Erkrankungen wie Brust- und Darmkrebs sowie Diabetes Typ I und Multipler Sklerose zu halbieren, sollten demzufolge Erwachsene täglich 4.000 bis 8.000 I.E. zu sich nehmen. Das ist das fünf- bis zehnfache des jetzt heraufgesetzten Richtwertes. Bis zu 4.000 I.E. erachtet die US-amerikanische Nationale Akademie der Wissenschaften auf jeden Fall als unbedenklich8.

Quellen:
1 Fuleihan GE-H et al.; Short term and long term safety of weekly high dose vitamin D3 supplementation in school children. J. Clin. Endocrinol. Metab., April 29, 2008; DOI: 10.1210/jc.2007-2530
2 Bischoff-Ferrari HA; Fall prevention with supplemental and active forms of vitamin D: a meta-analysis of randomised controlled trials BMJ 2009; 339: b3692; DOI: 10.1136/bmj.b3692
3 Davies JR et al.; The determinants of serum vitamin D levels in participants in a melanoma casecontrol study living in a temperate climate. Cancer Causes & Control, 2011; 22 (10): 1471; DOI: 10.1007/s10552-011-9827-3
4 Plotnikoff GA et al.; Prevalence of Severe Hypovitaminosis D in Patients With Persistent, Nonspecific Musculoskeletal Pain, Mayo Clinic Proceedings, Volume 78, Issue 12, Pages 1463-1470
5 Al Faraj et al.; Vitamin D Deficiency and Chronic Low Back Pain in Saudi Arabia, Spine, 15 January 2003; Volume 28: Issue 2: 177-179
6 Hollick M; Vitamin D Deficiency, N Engl J Med, 2007; 357: 266-81
7 Parkera J et al.; Levels of vitamin D and cardiometabolic disorders: Systematic review and meta-analysis, März 2010, Maturitas, Volume 65, Issue 3, Pages 225-236
8 Garland FC et al.; Vitamin D Supplement Doses and Serum 25-Hydroxyvitamin D in the Range Associated with Cancer Prevention. Anticancer Research, 2011; 31: 607-612

Depressionen durch zu wenig Vitamin D?

Ein niedriger Vitamin-D-Spiegel scheint Depressionen zu fördern. Dies konnten US-amerikanische Autoren von der Universität Texas in Dallas in der wahrscheinlich bislang umfassendsten Studie dieser Art nachweisen. Umgekehrt verringert ein höherer Vitamin-D-Spiegel die Wahrscheinlichkeit, an einer Depression zu erkranken. Dieses Risiko steigt demnach für Personen, die schlecht mit Vitamin D versorgt sind; besonders gilt dies für Patienten, die bereits über eine entsprechende Krankengeschichte verfügen.

Die Wissenschaftler um den Psychiater Dr. Edson Sherwood Brown stützten sich bei ihren Untersuchungen auf die Daten von mehr als zwölfeinhalbtausend Patienten, die über die Jahre 2006 bis 2010 erfasst wurden. Dabei zeigte sich, dass Personen mit einem niedrigen Vitamin-D-Serumspiegel signifikant häufiger über Symptome einer Depression klagten.

Die Forscher untersuchten nicht den Wirkmechanismus, weisen aber darauf hin, dass Vitamin D Neurotransmitter, Entzündungsmarker und andere Faktoren beeinflusst. Dies könnte den Zusammenhang mit Depressionen erklären.

Quelle:
Sherwood Brown E et al.; Association Between Low Serum 25-Hydroxyvitamin D and Depression in a Large Sample of Healthy Adults: The Cooper Center Longitudinal Study Mayo Clinic Proceedings, Volume 86, Issue 11 , Pp 1050-1055, November 2011

Geistig fit bleiben dank Vitamin D

Ältere Menschen mit einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel tragen ein höheres Risiko, mit zunehmendem Alter geistig abzubauen. Dies folgern Wissenschaftler der Universität Exeter in England aus einer Studie an über 800 Senioren.

Die Forscher beobachteten die über 65-jährigen Patienten über sechs Jahre lang und bestimmten ihren Vitamin-D-Gehalt im Blut. Zu Beginn der Untersuchung sowie nach drei und nach sechs Jahren examinierten sie auch die kognitiven Funktionen der Studienteilnehmer, unter anderem Aufmerksamkeit und das Vermögen zu planen und zu organisieren. Dabei zeigten Personen mit deutlichen Vitamin-D-Defiziten (weniger als 25 Nanomol 25-Hydroxy-Vitamin-D pro Liter) je nach Aufgabe zwischen dreißig und sechzig Prozent schlechtere Leistungen, gemessen an der Vergleichsgruppe. Deren Patienten zeigten ausreichende Vitamin-D-Blutwerte.

Quelle:
Llewellyn DJ et al.; Vitamin D and Risk of Cognitive Decline in Elderly Persons, Arch Intern Med. 2010; 170(13):1135-1141; DOI: 10.1001/archinternmed. 2010.173

Vitamin D gegen Altersdiabetes?

Wissenschaftler des Münchener Helmholtz-Zentrums haben nachgewiesen, dass gut mit Vitamin D versorgte Menschen ein geringeres Risiko für Altersdiabetes tragen. Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Diabetes Zentrum in Düsseldorf und der Universität Ulm erstellt.

Die Untersuchung stützt sich auf die Daten von fast zweitausend KORA-Teilnehmern (KORA = Kooperative Gesundheitsforschung in der Region Augsburg) im Alter von 35 bis 74 Jahren. Probanden mit den niedrigsten Vitamin-D-Serumwerten erkrankten demnach sehr viel häufiger an Diabetes Typ II, als diejenigen mit höheren Werten. Auch das Einbeziehen von Korrekturfaktoren wie Alter, Geschlecht, Rauchen, Alkoholkonsum, körperliche Aktivität usw., änderte nichts an diesem eindeutigen Zusammenhang.

Die Autoren der Studie weisen darauf hin, dass sich ihre Befunde möglicherweise mit der entzündungshemmenden Wirkung von Vitamin D erklären lassen. Auf jeden Fall sollte Vitamin D als ein Faktor für die Prävention von Altersdiabetes in Betracht gezogen werden.

Quelle:
Thorand B et al.; Effect of Serum 25-Hydroxyvitamin D on Risk for Type II Diabetes May Be Partially Mediated by Subclinical Inflammation: Results from the MONICA/KORA Augsburg study. Diabetes Care, 2011; 34(10):2320; DOI: 10.2337/dc11-0775

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V.i.S.d.P.:
Dr. Henry Werner, 1. Vorsitzender,
Pfizer Consumer Healthcare GmbH

Redaktion:
Sepideh Roozbiany
Ausgabe: Januar | Februar 2012

GIVE e.V. (Gesellschaft zur Information über Vitalstoffe und Ernährung) fördert seit der Gründung im Jahr 2007 aktiv das Wissen über Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Mikronährstoffe. In der Gesellschaft zur Information über Vitalstoffe und Ernährung e.V. engagieren sich führende Gesundheitsunternehmen für das Ziel, durch einen Transfer von wissenschaftlichen Informationen und Erfahrungen einen Beitrag zur Verbesserung der Versorgungssituation mit Mikronährstoffen zu leisten.

Publikationen

  • NL 2012 September/Oktober - Vitaminversorgung in Deutschland
  • Newsletter 2012 Juli/August - Im Alter hoch hinaus
  • Newsletter 2012 Mai/Juni - Schmerzmittel sinnvoll ergänzen
  • Newsletter 2012 März/April - Älter werden bei bester Gesundheit?
  • Newsletter Januar/Februar 2012 - Sonne auf die Haut – Wonne für den ganzen Körper
  • Newsletter November/Dezember 2011 - Gut gewappnet durch den Winter
  • Newsletter September/Oktober 2011 - Zivilisationskrankheit ADHS
  • Newsletter Juli/August 2011 - Spannende Frage: Magnesium nur ein Entspannungs-Mineral?
  • Newsletter Mai/Juni 2011 - Nicht nur Haut und Knochen profitieren von Vitamin D
  • Newsletter März/April 2011 - Arzneimittel allein sind nicht alles
  • Newsletter Januar/Februar 2011 - Kieselerde, bzw. Silicium, relevante Vitalstoffe für HHN
  • Newsletter November/Dezember 2010 - Nahrungsergänzungsmittel (NEM) in der öffentlichen Diskussion
  • Newsletter September/Oktober 2010 - Vitalstoffe für vitalen Nachwuchs – wie die Ernährung die Fruchtbarkeit beeinflusst
  • Newsletter Juli/August 2010 - B-Vitamine unterstützen Denk- und Sprachfähigkeiten/Schwerpunktthema Omega-3
  • Newsletter Mai/Juni 2010 - Lebenselexier Magnesium – Bioverfügbarkeit von Magnesium-Verbindungen
  • Newsletter März/April 2010 - Kein Durchblick im Diätendschungel? Sport & Übergewicht
  • Newsletter Januar/Februar 2010 - Vitalstoffe gegen Stress?  – Fit bleiben unter Druck
  • Newsletter Dezember 2009 - Optimale Versorgung in der Schwangerschaft
  • Newsletter Oktober/November 2009 - Vitalstoffe – aber sicher!
  • Newsletter September 2009 - Antioxidantien bei Entzündungserkrankungen
  • Newsletter Juli/August 2009 - Immer älter, immer fitter?
  • Newsletter Mai/Juni 2009 - Brand-aktuell: Sonnenschutzvitamine
  • Newsletter März/April 2009 - Arbeitswelt und Ernährung: Eher reichlich, weniger reichhaltig
  • Newsletter Januar/Februar 2009 - Diät und Vitalstoffe: Ernährung nach Plan – ohne Vitaminverlust
  • Newsletter November/Dezember 2008
  • Newsletter Oktober 2008
  • Newsletter September 2008
  • Newsletter Juli/August 2008
  • Newsletter Juni 2008
  • Newsletter Mai 2008
  • Newsletter April 2008